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Crespine Gel
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Anwendung und Injektion

Diese Seite richtet sich an Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Fachpersonal.

Crespine Gel wird intraartikulär in das betroffene Gelenk injiziert. Vorgesehen ist eine einzelne Injektion von zwei Millilitern je Behandlungszyklus.

Anwendungsbereiche

Osteoarthrose der Knie- oder Hüftgelenke. Single-injection-Produkt, indiziert bei Schmerzen und Gelenkfunktionsstörungen aufgrund eines degenerativen Mangels.

Mehrere Gelenke können zur gleichen Zeit behandelt werden. Die allgemeinen Kontraindikationen für intraartikuläre Injektionen sind zu beachten.

Vorbereitung und Durchführung

  • Vor der Behandlung vollständige Anamnese zum Ausschluss von Kontraindikationen.
  • Aufklärung des Patienten über Vorsichtsmaßnahmen und mögliche Nebenwirkungen ist ärztliche Pflicht.
  • Behandlungsbereich gründlich mit Antiseptikum vorbereiten.
  • Nadeln nach Tauglichkeit für intraartikuläre Injektionen auswählen.
  • Vor der Applikation aspirieren. Erscheint Blut, Nadel neu positionieren. Ausbleiben von Blut schließt eine intravaskuläre Injektion nicht aus.
  • Die Injektionstechnik ist entscheidend für das Endergebnis.
  • Nur durch autorisiertes medizinisches Fachpersonal nach den regionalen gesetzlichen Bestimmungen.
  • Mehrere Gelenke können zur gleichen Zeit behandelt werden.

Die Gebrauchsanweisung nennt keine Zugangswege je Gelenk und keine feste Kanülengröße — die Nadel wird nach ihrer Tauglichkeit für intraartikuläre Injektionen ausgewählt.

Gegenanzeigen und Warnhinweise

  • Autoimmunerkrankungen
  • Unverträglichkeit von grampositiven Bakterien
  • Aktive Entzündungs- oder Infektionsprozesse
  • Blutgerinnungshemmende Therapien
  • Bekannte Allergie gegen Hyaluronsäure
  • Patienten mit multiplen Allergien sollten von der Behandlung ausgeschlossen werden
  • Ausschließlich zur intraartikulären Injektion bestimmt. Nicht in Blutgefäße injizieren — dies könnte zu Gefäßverschluss und Embolie führen.
  • Keine klinischen Daten zur Anwendung bei Schwangeren, Stillenden und Jugendlichen unter 18 Jahren.
  • Nicht anwenden bei Infektionen oder Entzündungen in der Nähe der Implantationsstelle.
  • Vor der Behandlung keine gerinnungshemmenden Medikamente, Steroide oder hohe Dosierungen an Vitamin E einnehmen.

Nebenwirkungen

Wie nach jeder Injektion können auftreten. Diese Reaktionen verschwinden im Regelfall innerhalb von 2 bis 5 Tagen nach der Injektion.

  • Temporäre Hautrötung
  • Leichte Schwellung
  • Schmerzen
  • Hitzegefühl

Eine Überempfindlichkeit auf Hyaluronsäure nach der Injektion betrifft weniger als 1 % der Fälle und äußert sich durch starke Hautrötung und Schwellung. Diese Reaktionen können unmittelbar oder bis zu 2 bis 4 Wochen später auftreten. Klinische Daten belegen, dass sie schwach oder mäßig sind und höchstens 2 Wochen anhalten.

Angaben aus der Gebrauchsanweisung, Stand 05.2019. Maßgeblich ist die dem Produkt beiliegende Fassung.

Was aus den Studien bekannt ist

In der Kohorte von Suppan et al. (2026, n = 111) erhielten Erwachsene mit radiologisch gesicherter Gonarthrose der Kellgren-Lawrence-Grade I bis III — Grad IV bei Ablehnung einer Operation — eine einmalige intraartikuläre Injektion von 2 ml. Nachuntersuchungen erfolgten nach drei und nach zwölf Monaten.

Zur Verträglichkeit: 1,8 Prozent der Teilnehmenden berichteten vorübergehende Schmerzen im Knie innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion, die sich binnen 48 Stunden ohne Intervention zurückbildeten. Septische Arthritiden oder systemische Komplikationen traten nicht auf.

Diese Beobachtungen sind kein Ersatz für die Gebrauchsanweisung.

Varianten

  • Crespine® Gel

    Basisvariante ohne Lokalanästhetikum.

  • Crespine® Gel +

    Enthält zusätzlich das Lokalanästhetikum Prilocain, das langsam aus der Hyaluronsäurematrix freigesetzt wird.

Vollständige Zusammensetzung beider Varianten